Rasen
Der Rasenteppich
Ein
Rasenteppich besteht immer aus mehreren Sorten von Gräsern. Sie
gehören alle zu der Familie der Süßgräser (Poaceae). Diese Gräser
haben die Eigenschaft, sich durch einzelne Zellteilungen im Boden
ständig zu vermehren (Meristem). Studien haben belegt, dass eine
Rasenfläche von ca. 230-250 m² pro Tag die Menge an Sauerstoff
liefert, die für einen 4 Personenhaushalt ausreicht.
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RSM - Regel-Saatgut-Mischungen
Die Entstehung des Rasenteppichs
Gräser brauchen einen
lockeren, durchlüfteten Boden.
Deshalb ist es sinnvoll, von Ihrem Gartenboden eine Analyse in ein
Labor zu senden. Achten Sie auf den pH-Wert. Beträgt dieser unter
5,5, muss aufgekalkt werden, über 7 muss Torf mit eingearbeitet
werden. Ist Ihr Boden zu lehmhaltig, dann arbeiten Sie Sand in den
Boden mit ein. Es darf sich auf der Oberfläche keine Staunässe
bilden. Sollte der Boden zu sandig sein, arbeiten Sie Kompost oder
Rasenerde mit ein.
Entfernen Sie von der Oberfläche alle Steine, Unkräuter, Bauschutt und Wurzelgeflechte. Verteilen Sie die Erde gleichmäßig im Garten und lockern den Boden mit einem Spaten, Grabgabel oder Motorfräse auf. Ebnen Sie den Boden und lassen Sie das Erdreich 2-3 Wochen setzen. So können Sie Unebenheiten noch ausgleichen.
Anschließend
wird die oberste Schicht feinkrümelig abgerecht. Steine und grobe
Brocken können so leichter aussortiert werden. Vor der
Aussaat
bietet sich die Möglichkeit, spezielle Rasenstarterdünger
auszubringen. Die Gräser können die Nährstoffe entsprechend nach
ihrem Verlangen aufnehmen. Die empfohlenen Aussaatmonate sind Mai,
Juni und September. Hier herrscht die beste Keimtemperatur von 16 -
21°C, mindestens aber 8°C. Mischen Sie das Saatgut kräftig durch und
geben Sie Sand zum gleichmäßigen aussäen ein. Zur Aussaat empfiehlt
es sich, an windstillen Tagen einen Streuwagen zu benutzen. Fahren
Sie in zwei Gängen über Ihre Fläche den zweiten Gang quer zur ersten
Särichtung. Anschließend harken Sie den Samen leicht ein, jedoch
nicht tiefer als 1 cm. Walzen Sie den Samen danach fest.
Jetzt
ist es wichtig, den Boden nicht austrocknen zu lassen.
Bewässern
Sie Ihre zukünftige Rasenfläche, denn Gräser benötigen
viel Wasser: 5-10l/qm pro Wassergabe. Der Boden muss ca. 6 Wochen
lang feucht gehalten werden. Lieber alle paar Tage durchdringend und
bis in den Wurzelraum, als täglich und nur kurz bestäubt. Lassen Sie
den Boden niemals austrocknen!
Wenn
der Rasen etwa handhoch gewachsen ist, erfolgt ein wichtiger
Schnitt
auf ca. 5 cm Länge, ein sogenannten Schröpfschnitt. Da Unkräuter
schneller zum Blühen kommen als die Gräser, werden die unerwünschten
Pflanzen zurückgedrängt. Außerdem vertragen nur robuste Grasarten
den ersten Schnitt. Je öfter Sie den Rasen schneiden, umso dichter
wird dieser werden. Empfohlen wird einmal wöchentlich, am Vormittag
oder am späten Nachmittag. Achten Sie bei Ihrem Rasenmäher auf ein
scharfes Messer, so werden die jungen Gräser nicht herausgerissen.
Bei Temperaturen um die 30° darf der Rasen nicht zu kurz geschnitten
werden, da dieser sonst Verbrennungen erleidet. Bei solchen
Temperaturen lassen Sie Ihn lieber Wachsen.
Rollrasen
Die schnellste Methode um zu einer Grünfläche
zu gelangen ist der Rollrasen. Ein Fertigrasen kann zu jeder
Jahreszeit verlegt werden – außer bei Frost und Bodenfrost. Je nach
Witterung dauert es nach dem Verlegen ca. 3 Wochen, bis sich die
Gräserwurzeln mit dem Mutterboden vereinen und einwachsen. Ein
wesentlicher Nachteil sind die hohen Anschaffungskosten. Tipp:
Lassen Sie sich von verschiedenen Produzenten Angebote ausarbeiten
und vergleichen Sie diese genau. Meist sind die Transportkosten noch
nicht in den Angeboten berücksichtigt. Denken Sie daran, dass sie
die Rollen nicht lange lagern können. Ein Rollrasen sollte schnell
verlegt werden, die Bodenfläche bei Lieferung schon vorbereitet
sein.
Ablauf: Boden wie zur Aussaat vorbereiten –
Rollrasen ausrollen – leicht anwalzen – Ränder abstechen
Bis zum Einwachsen durchdringend alle 2 Tage wässern – nach 1 Woche
mähen

Rasen düngen
Ein
normal belasteter Rasen benötigt pro qm in einem Jahr ca. 10-20 g
Stickstoff, ca. 5-10 g Phosphat, ca. 10-20 g Kalium, ca. 2 g
Magnesium sowie andere wichtige Spurenelemente wie Eisen und
Calcium. Mehrere Düngergaben sind für den Rasen am Besten. Ein Rasen
benötigt 3 Düngegaben je nach Witterung im März, Juni, September.
Pro qm benötigt man je nach Dünger 30-100 g. Das gleichmäßige
Ausbringen des Düngers ist dabei sehr wichtig. Der Dünger ist erst
2-3 Tagen nach dem Rasenschnitt
auszubringen. Danach den Rasen gut einwässern. Nehmen Sie zum
Düngen nur speziellen Rasendünger. Es gibt im Handel Rasendünger die
mooshemmend sind, Unkraut verdrängen und Langzeitrasendünger. Hat
Ihr Rasendünger Eisen als Inhaltsstoff, ist es wichtig
nach dem Ausbringen Ihre Steinplatten,
Wege, Mauern usw. von Düngerresten abzukehren, da
diese Rostflecken verursachen können.
Auch Tiere sollten Sie erst nach dem eindringlichen Wässern und nach
ein paar Tagen Wartezeit auf die Rasenfläche lassen. Sollten dennoch
Flecken entstehen, können Sie diese mit Zitronensäure oder dem
chemischen Mittel ILKA SZ entfernen. Im September sollte Ihr Rasen
eine letzte Düngung mit einem speziellen Herbstrasendünger erhalten.
Diese sind in der Zusammensetzung kalireich. Somit werden die Zellen
der Gräser gestärkt, gefestigt und widerstandsfähig für die kalten,
frostigen Herbst- und Wintermonate.
Rasenerneuerung und Kalk

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